SPaL grau                        Steuerungs PA und Lichttechnik

Was wir anders machen wollen

Zuerst ein paar Worte über mich.
Mein unendliches Interesse an allem Technischen verfolgt mich seit meiner Kindheit, hat sich jedoch so ab dem 12ten Lebensjahr mehr ins Elektrische verlegt.
Ab 15 waren die ersten Heimcomputer ein Thema (Atari und Co), deren Innenleben und die Zusammenhänge der Elektronik begeisterten mich immer mehr.
Später kamen Microcontroller ins Spiel, eigene Entwicklungen im Bereich der Ton- und Lichttechnik wurden realisiert.

In meiner beruflichen Laufbahn hatte ich die Möglichkeit über 25 Jahre ein Österreichweit agierendes Serviceunternehmen, unter anderem im Bereich der elektronischen Reparaturen, von Null weg aufzubauen, bis ich auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen habe.

Genau diese Erfahrung aus Service- und Reparatur, sowie dem was man sich als Techniker von einem Gerät erwartet steckt in meinen Produkten.

  • Hohe Qualität der eingesetzten Bauteile
  • Verwendung von Komponenten zu denen es lange Erfahrung gibt.
  • Kein Einsatz von Technologien bei denen ich nicht garantieren kann, dass diese in Jahren noch unterstützt werden oder leicht ersetzt werden können.
  • Einfacher Tausch oder Systembackup im Fehlerfall.
  • Die Möglichkeit etwas selbst zu machen, ohne das spezielle Software oder Tools gebraucht werden.

Zum letzten Punkt möchte ich aus meiner Erfahrung noch ein paar Dinge sagen:
Es gibt in der Gebäudeautomatisation unzählige Anwendungen die ein Bussystem erforderlich machen, aber gerade im kleinen und mittleren Bereich sollte man sich Gedanken machen ob es sinnvoll ist komplexe Systeme einzusetzen.
Jeder Haus Bus benötigt im Fehlerfall einen Spezialisten um Probleme zu finden und beheben, in den meisten Fällen kann nicht einmal ein Lichtschalter getauscht werden ohne dass dabei spezielle Software, Adapter und Wissen zum Einsatz kommt. Dramatisch wird es, wenn im Lauf der Jahre die Unterlagen oder Source Files zur Anlagenkonfiguration verloren gegangen sind.

Deswegen verzichtet die Grundapplikation um DMXface auf Schnittstellen die schwer überprüfbar sind.
Als Datenbus zur Ansteuerung von Lichtkomponenten empfehlen wir DMX da diese Schnittstelle mit handelsüblichen Komponenten einfach und kostengünstig geprüft werden kann, sowie eine große Anzahl der unterschiedlichsten Komponenten für diesen Bus von den verschiedenen Herstellern angeboten wird.

Letztlich war das auch die Entscheidung, warum DMXface grundsätzlich auf diesen Bus setzt und mit einem DMX Ausgang als auch einem (optionalen) DMX Eingang versehen ist.

 

Allgemeines zur elektromagnetischen Abstrahlung von Geräten.
Bei unseren Entwicklungen legen wir hohen Wert auf Einhaltung der elektromagnetischen Verträglichkeit EMV und ESD Empfindlichkeit.
(So sollte es eigentlich bei allen CE gekennzeichneten Geräten sein.) 
Dabei geht es grundsätzlich darum, das ein eingesetztes Gerät nicht permanent die Umgebung mit der Ausstrahlung von Funkwellen stört oder beeinträchtigt sowie selbst weitgehend immun gegen Einstrahlung von Funkwellen oder elektrische Entladungen ist.

Wie schädlich solche Strahlungen für Menschen sind, wird sich erst in der Zukunft weisen. Persönlich meide ich es (soweit wie möglich) permanenten Funksendern ausgesetzt zu sein.

Der vermehrte Einsatz der LED Beleuchtung erfordert zur Helligkeitsregelung die PWM Technik, dabei wird nicht die Helligkeit des Leuchtkörpers geregelt, sondern der Leuchtkörper mit einer nicht mehr sichtbaren Frequenz aus- und eingeschaltet. Durch die Änderung des Verhältnisses der Einschalt- zur Ausschaltdauer wird die ausgesandte "Lichtmenge" geregelt. Das menschliche Auge nimmt den Mittelwert des schnellen Aus- und Einschaltens als unterschiedliche Helligkeiten wahr.
Bei Räumen die vollständig mit LED beleuchtet sind kommt öfters zu Phänomenen auf Fotos oder Videos (Streifen im Bild) was auf die PWM Modulation zurückzuführen ist.

Die menschliche Wahrnehmung endet bei mehr als 50 Aus- und Einschaltvorgängen pro Sekunde, 100Hz werden nicht mehr wahrgenommen.
Bei Tieren verhält sich das allerdings anders, einige Arten können auch wesentlich höhere Frequenzen sehen.
Achtung daher bei LED Dimmern die nur mit 100Hz PWM Frequenz arbeiten, oder möchten Sie den ganzen Tag in einem sichtbar flimmernden Raum sitzen.

Nun, technisch wäre es kein Problem die Frequenz wesentlich nach oben zu verlegen, und das Leuchtmittel z.B. mehrere 10.000mal pro Sekunde zu schalten.
Allerdings führt das dazu, dass die elektrische Abstrahlung aller Kabel und der LED Elemente selbst erheblich ansteigt.
Ein LED Band agiert dann je nach Länge und Verlegung als wunderbare Sendeantenne und wir haben wieder ein paar zusätzliche Funkwellen.

Die Qualität des eingesetzten LED Dimmers ist letztendlich entscheidend.
Es geht dabei um die elektronische Gestaltung des Ein- und Ausschaltvorganges, durch den in erheblichem Maß elektrische Abstrahlung verursacht werden kann, sowie der vernünftigen Wahl der PWM Frequenz.

Das DMXfaceXH liefert in der Standardeinstellung eine PWM Frequenz von 200Hz an den 12 LED Ausgängen, die Schaltflanken haben entsprechende Anstiegs- und Abfallzeiten um unnötige Aussendung von hochfrequenter Abstrahlung zu vermeiden, was ein vernünftiger Mittelweg zwischen Abstrahlung und erforderlicher Schaltfrequenz ist.


In der Reparatur sind uns leider schon etliche Geräte untergekommen, welche uns über alle Maße negativ überrascht haben. (Natürlich alle mit CE Zeichen)
In diesem Sinne,
billig ist nicht immer gut, teuer leider auch nicht, traue nur dem was du selber geprüft hast.

Hufnagl Oliver